Agenda 2026
Macht. Märkte. Zeitenwende. Europas Industrie in der neuen Weltordnung
Die industrielle Globalisierung war jahrzehntelang von Stabilität, Effizienz und offenen Märkten geprägt. Doch geopolitische Rivalität, Energiekrisen und strategische Abhängigkeiten verändern die Regeln grundlegend. Der Vormittag zeichnet die neue Realität nach: Warum Wirtschaftspolitik zur Sicherheitspolitik wird – und weshalb Unternehmen ihre Rolle im globalen System neu definieren müssen.
Durch den Tag führen Sie:
Die neue Weltordnung: Machtverschiebungen und ihre Folgen für Europa
Berliner Humboldt-Universität: Die globale Ordnung befindet sich im Umbruch. Geopolitische Rivalität, neue Konfliktformen und die strategische Nutzung von Wirtschaft, Technologie und Ressourcen verändern die Grundlagen wirtschaftlichen Handelns. Europa steht dabei zunehmend zwischen Abhängigkeit und strategischer Eigenständigkeit und ist gefordert, seine Rolle in einer multipolaren Welt neu zu definieren. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Industrie, Politik und wirtschaftliche Zusammenarbeit?
Geopolitik und Industrie: die neue Machtbalance zwischen Privatwirtschaft und Staat im Kontext der veränderten Sicherheitslage
European Council on Foreign Relations: Im Zuge der sich zuspitzenden geopolitischen Gefahrenlage verändert sich auch die Rahmenbedingungen für Unternehmen. Auf der einen Seite sind sie potenzielle Angriffsziele für hybride Kriegsführung - auf der anderen Seite kommen neue Aufgaben und Rahmenbedingungen auf sie zu: Eine zentrale Rolle in (militärischen) Operationen. All diese Entwicklungen bedeuten eine Neukalibrierung der Beziehung zwischen Staat und Unternehmen.
Kaffeepause
Österreichs Industriestrategie: Vom wirtschaftlichen zum geopolitischen Standortmodell
Industriellenvereinigung: Die Rahmenbedingungen für industrielle Wertschöpfung verändern sich grundlegend. Offene Märkte und internationale Arbeitsteilung waren lange zentrale Erfolgsfaktoren des österreichischen Industriestandorts.
Zunehmend rücken jedoch geopolitische Spannungen und strategische Abhängigkeiten in den Fokus. Der Standort entwickelt sich damit von einem wirtschaftlich geprägten Modell hin zu einem geopolitisch eingebetteten System.
PANELDISKUSSION: Von der Globalisierung zur Geoökonomie – Wer setzt künftig die Regeln?
Im Rahmen der Paneldiskussion wird der Frage nachgegangen, wie sich die Rolle der Wirtschaft in einer zunehmend geopolitisch geprägten Welt verändert. Diskutiert wird, ob Wirtschaftspolitik zunehmend zur Sicherheitspolitik wird, ob Subventionen und aktive Industriepolitik zur neuen Normalität werden und welche strategische Position Europa im Spannungsfeld zwischen den USA und China einnimmt. Ebenso steht zur Debatte, wie sich in diesem Umfeld die Beziehung zwischen Staat und Unternehmen neu definiert und welche Verantwortung der Industrie dabei zukommt.
Mittagspause
Parallel Sessions
- Simon-Kucher & Partners: Von globaler Skalierung zu regionaler Stärke: Die neue Logik des Wachstums
- Fabrik des Jahres Österreich: Finalisten-Präsentationen & Jurybewertung
Kaffeepause
Digitalisierung in einer fragmentierten Welt
Produzieren in einer fragmentierten Welt
Kritische Materialien in einer fragmentierten Welt
Grundstoffe in einer fragmentierten Welt
PANELDISKUSSION: Resilienz statt Effizienz? Wie Europa seine industrielle Basis sichern kann
Im Rahmen der Paneldiskussion wird diskutiert, ob Wirtschaftspolitik zunehmend zur Sicherheitspolitik wird und ob Subventionen sowie aktive Industriepolitik zur neuen Normalität werden. Ebenso steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle Europa im Spannungsfeld zwischen den USA und China einnimmt und wie sich in diesem Umfeld die Beziehung zwischen Staat und Unternehmen verändert.
Networking Abend & Award-Verleihung Fabrik des Jahres
Am Abend des ersten Kongresstages erwartet Sie ein gemeinsamer Ausklang mit BBQ-Buffet und Abendprogramm. In diesem Rahmen werden in Kooperation mit Fraunhofer Austria die besten Produktionsstandorte Österreichs ausgezeichnet. Verliehen werden die Awards in den Kategorien Efficient Factory, Smart Factory und Sustainable Factory. Ein feierlicher und unterhaltsamer Abschluss des ersten Kongresstages.
Resilienz. Sicherheit. Innovation.
Die geopolitische Zeitenwende zwingt die Industrie, Strategien neu zu denken. Resilienz, technologische Souveränität und strategische Autonomie werden zu zentralen Zielen wirtschaftlicher Politik.
Doch diese Transformation ist nicht nur eine Herausforderung – sie eröffnet auch neue Chancen: in der Energiewende, im Bereich Circular Economy, in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und in technologischen Innovationen.
Der zweite Kongresstag richtet den Blick nach vorne: Welche Strategien können Unternehmen entwickeln, um Europas industrielle Stärke in einer fragmentierten Welt zu sichern?
Durch den Tag führen Sie:
Wie Kreislaufwirtschaft Europas Abhängigkeit reduziert
Kreislaufwirtschaft in der Stahlindustrie: CO₂-arme Produktion als Wettbewerbsfaktor
Stahl- und Walzwerk Marienhütte: Die Transformation zu einer CO₂-armen Industrie verändert die Rahmenbedingungen der Stahlproduktion grundlegend. Für energieintensive Branchen wird die Kombination aus Kreislaufwirtschaft, effizientem Ressourceneinsatz und erneuerbarer Energie zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Am Beispiel der Marienhütte zeigt Markus Ritter, wie geschlossene Materialkreisläufe, der konsequente Einsatz von Recycling und Investitionen in energieeffiziente Prozesse zur Reduktion von Emissionen beitragen und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Rohstoff- und Energiemärkten verringern.
Im Fokus steht die Frage, wie industrielle Produktion unter realen Marktbedingungen nachhaltiger, resilienter und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden kann.
Sicherheit braucht Industrie - Warum Verteidigungsfähigkeit ohne industrielle Stärke nicht möglich ist
Kaffeepause
Humanoide Robotik in der industriellen Praxis
Neue Allianzen zwischen Werkbank und Wehrtechnik
Innovation im Orbit als kritische Infrastruktur
Wrap-up: Europäische Industrie stärken, wo es zählt
PANELDISKUSSION: Subvention, Souveränität, Strukturwandel?
Opening Night unter der Linde
Für alle bereits angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Speaker und Partner laden wir am Dienstag, den 23. Juni 2026, ab 18:00 Uhr zum Get-together unter der Linde in der Parkanlage des Schloss Pichlarn ein.
Unter der großen Linde – mit Blick auf den Grimming – bietet die Opening Night Raum für Gespräche jenseits der Panels: über Führung, persönliche Resilienz und den Umgang mit Unsicherheit in einer Welt in der Technologie, KI und geopolitische Brüche permanent verändern. Wie führt man Organisationen – und sich selbst – in einer Ära permanenter Disruption?
Gespräch unter der Linde: Fokus finden im Lärm der Welt
Moderne Führung verändert sich grundlegend. In einer Welt, die von künstlicher Intelligenz, technologischen Umbrüchen und geopolitischer Unsicherheit geprägt ist, müssen Führungskräfte Orientierung geben und Entscheidungen unter hoher Komplexität treffen. Dabei wird die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren und klare Prioritäten zu setzen, zur zentralen Managementkompetenz. Gleichzeitig gewinnen Purpose, Authentizität und persönliche Resilienz an Bedeutung, um Organisationen durch permanente Veränderung zu führen und Stabilität in unsicheren Zeiten zu schaffen.